Pferde - was sie uns schenken....

02.10.2020

Verschiedene Aussagen, die zum Nachsinnen anregen:


Pferde können uns helfen, alte Ängste loszulassen und uns ermutigen, froh und gestärkt vorwärtszugehen.

Pferde haben keine Agenda. Sie reflektieren einfach unsere Charakterstärke, unser Herz, unsere Kongruenz und unsere Einstellungen.

Pferde repräsentieren eine Qualität von Vertrauen, Authentizität, Ehrlichkeit, Intuition und offener Herzenshaltung.

Pferde helfen uns, die Lücke zu schliessen, wie wir uns momentan vor anderen präsentieren oder wie wir meinen, dass wir uns präsentieren.

Pferde helfen uns, uns selber zu akzeptieren in einer Welt voller Vorurteile und Verurteilungen.

Pferde helfen uns, auf das zu schauen, was gut ist und dies umzusetzen, und das loszulassen, was nicht so gut ist, einfach indem wir lernen, in ihrer Nähe fokussiert und verbunden zu bleiben.

Wir Menschen sind geboren, mit einer natürlichen Furcht zu überleben, mit dem grossen Bedürfnis dazuzugehören und irgendwie eine Bedeutung zu haben.

Forschungen haben ergeben, dass wir Menschen zu 93% nonverbal kommunizieren.

Es gab eine Zeit, in den frühen 1900 Jahren, da gab es z.B. in Amerika mehr Hufschmiede als Ärzte. In Zeiten grossen gesellschaftlichen Depressionen, war oft das Pferd ganz besonders wichtig, denken wir an Rennpferde, an Pferdefilme, Pferdebücher. Aber ein gutes Pferd-Mensch-Team braucht immer viel Training und Praxis. (Wiener Hofreitschule)

Im Umgang mit Pferden geht es um Konzentration. Es geht nicht um geistige Konzentration, sondern darum ganz, mit allen Sinnen, mit dem ganzen Sein gegenwärtig zu sein oder fokussiert zu sein. Es geht darum sicher zu sein, indem was wir wollen oder anstreben oder aussprechen, aber auch darum offen zu sein für eine Kommunikation, d.h. um die Wahrnehmung des anderen. Wir lernen zu stehen, eine stille Entschlossenheit kann folgen.

Je mehr Agenda wir in die Beziehung, in jede Art von Beziehung bringen, desto unfreier werden wir.

In unserer industrialisierten und technisierten Welt haben wir uns immer mehr von unserer einstigen Verbundenheit distanziert. Wir verlassen uns auf unseren Verstand und wollen alles interpretieren und rationalisieren. Doch da bekommen wir nur die Hälfte geklärt. Nicht alles kann mit dem Verstand erklärt und erfasst werden. Wir sind eine lebende Seele, mit Verstand, Gefühl und Herz. Alles spielt zusammen. Wir reagieren auch auf die Umwelt. Obwohl wir wissen, wie ein Blitz funktioniert und wir wissen, wie wir uns verhalten sollen, reagiert doch unser Körper oft mit Angst. Die Kraft eines Blitzes ist mächtig und diese Energie ist im Körper spürbar. Das ist nicht esoterisch oder übersinnlich. Das ist so.

Ein französischer Pferdemensch Dominique Barbier sagt in seinem Buch "Sketches of Equestrian Arts":

Pferde lernen uns, ohne Aggression zu fragen, zu lieben, ohne Bedingungen und sie helfen uns, die destruktive Seite der Perfektion zu vermeiden. Sie helfen uns, uns zu läutern durch Teilen, Geben und Heilung. Sie lehren uns, jeden Moment wertzuschätzen.

Menschen wollen oft dominieren, manipulieren, die Oberhand behalten. Pferde erkennen die gute und liebevolle Absicht, und nehmen unsere führende Hand oft an. Kommt es aber in einer negativen Art daher, kann das Pferd auf seine Art und Weise unseren Herrschaftsanspruch ablehnen, durch Wegrennen oder Kampfansage oder es flippt total aus. Warum gibt es wohl so viele geschlagene und missbrauchte Pferde.

Pferde reagieren auf jeden Menschen individuell. So kann das gleiche Pferd bei dem einen Menschen ganz sanft sein, und bei einem anderen ganz dynamisch.

Von den 4250 Säugetieren sind nur ganz wenige domestiziert oder waren sie es schon immer? Nämlich das Pferd, das Schaf, das Schwein, die Kuh und die Geiss. Von den verschiedenen Typen der Wildpferde wurden nur wenige domestiziert. Das Zebra lässt sich nicht domestizieren. Die Säugetiere, die sich domestizieren lassen sind hierarchisch strukturiert und sind überlappend territorial.

Je mehr wir spüren, erfahren, feststellen oder uns bewusst werden, was uns treibt, desto mehr können wir wählen, wohin oder mit wem wir gehen möchten, wenn die Zeit und die Umstände es geben, dass wir wählen können. Wir lernen Verantwortung zu tragen, fokussiert zu bleiben, festzustehen und andere zu akzeptieren.

Freilebende Pferde entscheiden selber, zu welcher Herde sie gehören wollen. Sie wissen, sie sind ein Bestandteil der Herde. Sie fürchten sich nicht vor ihrem eigenen Einfluss oder ihrer Kraft. Sie leben nicht in einer moralischen Welt und rationalisieren ihre Entscheidungen nicht. Sie beurteilen sich gegenseitig nicht nach gut und schlecht. Sie handeln. Sie verurteilen ihre Herdenmitglieder nicht für vergangene Fehler oder Fehlverhalten. Sie leben im Moment. Sie entscheiden im Moment, was jetzt richtig ist und ihnen zum Überleben dient, jeden Tag von neuem.

Wir Menschen hingegen können stundenlang, monatelang, jahrelang über dieselben Themen diskutieren, ob etwas richtig oder falsch ist. Mit Pferden können wir die Erfahrung machen, jetzt zu handeln und vorwärts- bzw. weiterzugehen.

Wir Menschen gehen oft einen Schritt vor, einen Schritt zurück. Die Pferde gehen vorwärts und sie fragen uns: Wer bist du? Bist du kongruent? Bist du fokussiert?


Dies ist ein Sammelsurium von gesammelten Aussagen.

Den Weg gefunden....
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