Ein Wort zum Glauben

05.02.2019

Ein Wort zum Glauben

Auf einigen Seiten weisen wir auf unseren Glauben hin. Dazu stehen wir und möchten, dass die Menschen, die zu uns kommen, dies wissen. Wir sind Mitglieder beider Landeskirchen.

In unserem Land herrscht offizielle Glaubensfreiheit und das ist gut so.

Alle Menschen glauben an etwas, und meist ist unser Handeln durch das geleitet, was wir glauben oder erfahren haben.

Wissen tun wir ja im Grunde nur das, was wir selber konkret erfahren haben. Selbst wenn uns ein Freund, ein Erlebnis erzählt, ist es sein Erlebnis und er erzählt es aus seiner Warte. Wir glauben ihm, weil er unser Freund ist.

So glauben wir nun ganz viel, und wissen doch manchmal nicht, was wir wirklich glauben und was uns eigentlich treibt.

Ein Beispiel:

  • Wenn ein Mensch an die Macht des Stärkeren in dieser Welt glaubt, wie kann dies sein Handeln bestimmen?

Es gibt natürlich verschiedene Aktionsradien, und doch ist dies ein Glaubenssatz, worauf er sich auch immer gründet, der sein Handeln bestimmen wird.

  • Wenn ein Mensch glaubt oder erfahren hat, das Geld die Welt regiert, wie entscheidet er sich zu handeln?
  • Wenn ein Lehrer glaubt, dass ein Kind nicht so begabt ist, wie wird er handeln?
  • Wenn wir im Kreise anderer Menschen schlecht über einen Neuzugang reden, wie stehen dann dessen Chancen auf einen guten neuen Start. (am Arbeitsplatz, in der Schule, in einem Verein etc.)

Wenn wir an die Schrift glauben - die Schrift ist die Bibel und darin steht zum Beispiel im Lukasevangelium folgendes:

"Lk 10,27 Er (mit Er ist Jesus gemeint ) aber antwortete und sprach: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst.""

Wie könnte dies unser Handeln bestimmen? Hier steht nicht, liebe dich mehr, als den anderen, oder liebe andere mehr als dich selbst - nein, es steht - liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.

Und schon geht's wieder weiter mit Glaubenssätzen - wie gehe ich mit mir selbst um? Was erwarte ich von mir und von anderen? Wie behandle ich mich, wie behandle ich andere?

Anhand dieser wenigen Beispiele können wir sehen, dass eigentlich nichts ohne Glaube geschieht. Wir glauben immer irgendetwas. Es ist das, was wir es erfahren, gehört, gesehen oder gelernt haben.

So ist der Glaube also eine Prägung (Glaubensätze) und eine Entscheidung. Wir entscheiden uns etwas zu glauben, weil es uns logisch erscheint oder weil wir etwas erfahren haben, oder einfach so.

Wir möchten auf unseren Glauben hinweisen durch unser Sein, unser Tun, durch Erzählungen, aber und das ist uns ganz wichtig - wir wollen nichts überstülpen, kein Konzept, kein Dogma, kein System.

Jeder Mensch hält seinen Triangel und entscheidet, wann und wie er ihn anschlagen möchte. Wir können viele Dinge in unserem Leben selbst bestimmen und welchen Weg wir beschreiten möchten oder wem oder was wir glauben möchten. Doch gewisse Dinge können wir nicht selbst entscheiden. Wir sind eingebunden. Wir sind abhängig. Wir sind in diese Welt geboren.....und wir scheiden wieder aus dieser Welt. Ein ewiges Leben in dieser Welt gibt es nicht.

Unsere persönliche Erfahrung sagt uns, dass der Glaube, so wie er jetzt in uns lebt, ein Geschenk ist und uns Frieden schenkt, in all den Wirrungen, Schwierigkeiten, aber auch Freuden dieser Welt. Wir haben gesucht und darum gebeten. Und wir freuen uns, wenn wir unseren Glauben mit anderen teilen können.

"Mt 13,44 Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker."

Warum nicht einmal die Bibel lesen, ein Buch, das schon so lange existiert. Folgende Schriften der Bibel sagen schon eine ganze Menge:

  • Die Schöpfungsgeschichte
  • Die Psalmen
  • Die vier Evangelien - z.B. das Johannesevangelium, denn Johannes war ein Jünger Jesus und kannte ihn oder das Lukasevangelium, ein Zeitzeugenbericht.

Hier teilen wir unseren Glauben, in der Dorfkirche Riehen: